Meine Ideen für Lauenburg-Nord

Aufwachsen in unserer Region

 

Meine Mutter hatte Glück: Sie konnte mich in direkter Nähe zu ihrem Zuhause auf die Welt bringen. Ich bin in Mölln geboren. Heute können keine Kinder mehr im Möllner Krankenhaus zur Welt kommen, auch die Ratzeburger Geburtsstation ist seit kurzem geschlossen. Etwas, was jahrzehntelang werdenden Müttern Sicherheit gegeben hat, ist nicht mehr möglich. Ich bin inzwischen selbst Mutter und weiß, wovon ich rede. Darum ist mir eine wohnortnahe Geburtshilfe eine Herzensangelegenheit – dazu gehört natürlich auch die Sicherung der Hebammenversorgung.

 

Doch mit einer wohnortnahen Geburt und gesicherten Hebammenversorgung ist ein Kind noch nicht erwachsen. Wenn Kinder in unserem Kreis geboren worden sind, müssen ihre Eltern auch einen Platz in der Kita für sie finden – und zwar einen guten! Denn Kitas sind keine Verwahreinrichtungen, sondern leisten wichtige frühkindliche Bildungsarbeit. Je höher die Qualität einer Kita, desto größer sind die Chancen eines Kindes, familiäre Nachteile auszugleichen. Diese Art der Bildung muss kostenlos sein, daher setze ich mich auch für die Beitragsfreiheit der Kinderbetreuung ein. Moderne pädagogische Konzepte unterstützen die geistige Entwicklung,  fördern das Demokratieverständnis schon im Krippenalter und helfen dabei körperliche Selbstbestimmung und Selbstbewusstsein  schon lange vor der ersten Klasse zu vermitteln.

 

Nach der Zeit in der Kita geht es in die Schule. Ein wichtiger und prägender Meilenstein für Kinder! Ich möchte den Weg des längeren gemeinsamen Lernens fortsetzen. Dazu gehört auch der Erhalt, und wo nötig die Einrichtung, von Oberstufen an Gemeinschaftsschulen. Gute Schulen entscheiden mit darüber, wo der Lebensweg eines Kindes hingeht. Für diese wichtigen Schritte müssen wir Zeit einplanen. Schulen sind Ankerpunkte für den ländlichen Raum. Wir müssen sie erhalten und fit für die digitale Zukunft machen. Dazu gehören nicht nur Endgeräte, sondern auch dauerhafte Administration der digitalen Infrastruktur.

 

Aber Leben besteht nicht nur aus lernen. Jugendliche brauchen auch Angebote und Räume nach der Schule. Hier besteht auch eine Chance für Vereine und Verbände sich mit den Schulen zusammenzutun.

 

Unsere Region braucht gut ausgebildete Menschen. Das BBZ spielt dabei eine wichtige Rolle. Ich möchte mich im Land dafür einsetzen, Bildungsgänge zu erhalten und für nötige Lehrer*innen-Stellen eintreten. Damit sichern wir die Zukunft der Betriebe vor Ort und begegnendem Fachkräftemangel. Außerdem möchte ich junge Frauen in der Ausbildung fördern. Es darf keine reinen “Frauen- und Männerberufe” mehr geben.

 

Arbeit und Leben

 

Unsere Region soll auch in Zukunft starke Arbeitsplätze bieten. Daher ist es wichtig nicht nur Ansiedlungen zu fördern, sondern auch örtliche Firmenbei der Zukunftsplanung zu unterstützen. Aber auch die Etablierung anderer moderner Arbeitsmodelle sollten unterstützt werden. Co-Working-Plätze sind auch im ländlichen Raum gut realisierbar und gerade als Perspektivwechsel für Menschen aus der Stadt interessant.  Bereits vorhandene ebenso wie die Einrichtung neuer Spaces möchte ich weiter fördern.

 

Das Leben im ländlichen Raum ist bis heute kaum denkbar ohne eigenes Auto. Das bremst wirtschaftliche Potentiale. Der ÖPNV muss besser werden, auch abseits der Schulbusse. Nur so können mehr Menschen auf das Auto verzichten. Das gilt auch für den Ausbau von Fahrradwegen, die für Arbeitswege ebenso wichtig sein können wie für die Freizeit.

 

Denn nicht nur für die Arbeit, sondern auch bei der Freizeitgestaltung muss die Region attraktiv bleiben. Sportvereine haben sehr unter der Pandemie gelitten und sollten vom Land unterstützt werden. Dafür werde ich mich einsetzen.

 

Unsere Kulturlandschaft ist vielfältig und wird vielerorts von großartigem bürgerschaftlichen Engagement getragen. Dieses Engagement wertzuschätzen und zu fördern, ist mir besonders wichtig. Von klein auf, habe ich erlebt, wie sich mein Großvater, meine Mutter, meine vielen (Groß-)Onkel und Tanten, Cousins und Cousinen für ihre Herzensthemen eingesetzt haben, ob in der Feuerwehr, der Kirche, der Geflüchtetenhilfe, für Fledermäuse oder im Bauernverband. Das hat mich und unsere Familie geprägt.

 

Ich selbst bin Landfrau, Fördermitglied der Feuerwehr, Gewerkschaftsmitglied (ver.di) und seit Februar auch Mitglied im Verein “Frauen helfen Frauen Sandesneben” e.V.

 

Umwelt

 

Unser Kreis bietet eine vielfältige und wunderschöne Natur. Sie zu schützen, liegt mir sehr am Herzen. Der Kreis ist der größte kommunale Waldbesitzer in Deutschland. Damit geht eine große Verantwortung einher. Ich werde daran mitarbeiten, mir, dass das Waldkonzept der SPD-Kreistagsfraktion umgesetzt wird. Die Forsten sind in vielerlei Hinsicht ein Wirtschaftsfaktor. Nicht nur aufgrund der Holzwirtschaft, sondern auch als Ziel für den Tourismus. Im nachhaltigen Tourismus kann unsere Region viel bieten. Aber sie dienen auch der Erholung der Menschen im Kreis.

 

Auch in der Landwirtschaft ist Naturschutz ein wichtiges Thema. Um tragfähige und zukunftsweisende Ideen zu entwickeln, müssen alle Akteur*innen zusammenkommen. Darum möchte ich in einen Dialog mit den Menschen in der Landwirtschaft treten. Zukunft kann nur miteinander und nicht gegeneinander erfolgreich gestaltet werden.

 

Medizinische Versorgung

 

So wie das Aufwachsen in unserer Region Herausforderungen bietet, so ist auch das Älterwerden auf dem Land nicht für alle frei von Sorgen. Viele Menschen belastet die Zukunft der medizinischen Versorgung im ländlichen Raum.Wir dürfen nicht zulassen, dass Menschen ihre gewohnte Umgebung verlassen müssen, weil sie Angst davor haben, keinen Hausarzt mehr zu finden. Das Land muss innovative Lösungen, beispielsweise Versorgungszentren, vor Ort unterstützen. Wo es kein Angebot vor Ort gibt, müssen die Wege dorthin erleichtert werden. Bürgerbusse können hierbei helfen und sollten ausgebaut und gefördert werden. Sie stehen für tolles gesellschaftliches Engagement.